Für große und kleine Höhlenforscher

Die größte unterirdische Polarlandschaft Mitteleuropas
Als Ende des vorigen Jahrhunders ein Mann aus Obertraun Zuflucht vor einem Unwetter in einer Höhle auf der Schönbergalpe im Dachsteingebiet suchte, entdeckte er die Dachsteinrieseneishöhlen.
Heute die bestens ausgebaute, größte, unterirdische Polarlandschaft Mitteleuropas, mit der Dach- steinseilbahn von Obertraun aus leicht zu erreichen. Riesige Eisformationen, wie die 30 Meter hohe Felsenhalle mit dem haushohen Eiszapfen mit Tristandom oder die im Scheinwerferlicht erstrahlende Eiskapelle, begeistern alljährlich 200.000 Besucher aus aller Welt.
Ein weiteres lohnendes Ziel sind die ebenfalls von der 1350 Meter hoch gelegenen Schönbergalpe aus zu erreichenden Mammuthöhlen. Mit bisher 30 Kilometer durchforschtem Gangsystem ist dies eine der mächtigsten Höhlenlandschaften Europas, in grauer Vorzeit im Dachsteinmassiv aus Karstwassermassen geformt.
Unweit von Obertraun liegt Richtung Koppenpass die Koppenbrüllerhöhle, die mit kunstvollen Tropfsteinen, einem kleinen Höhlensee und einem Wasserfall die Besucher beeindruckt.
Im Höhlen-Besuchsangebot vom Salzbergwerk Hallstatt ist das Höhlensystem von großem Interesse. Mit der Hallstätter Salzberg-Standseilbahn erreicht man bequem das 3000 Jahre zurückliegende älteste Salzbergwerk der Welt. Hier fand man den "Mann im Salz", hier begeistert ein unterirdischer See und es gibt bei den Führungen auch die lustigen "Rutschfahrten".
Von Ebensee aus sind die Gassel-Tropfsteinhöhlen — freilich nach längerem Fußmarsch — erreichbar. Naturwunder im Schoße der "Schlafenden Griechin".

Mammuthöhle
Fahren Sie in 5 Minuten mit der Dachstein-Obertraun-Bahn bis zur Schönbergalm. Von dort erreichen Sie in etwa 15 Minuten auf gut ausgeschildertem Weg den Eingang zur Mammuthöhle (bzw. zur Riesen-Eishöhle). Rechnen Sie mit ca. 1,5 Stunden Zeitaufwand für den Höhlenbesuch (zusätzlich müssen Sie die Wartezeit auf den Höhlenführer am Eingang der Höhle hinzurechnen, der durchaus 30 Minuten betragen kann, aber durch einen schönen Ausblick sehr verkürzt wird). Vergessen Sie nicht, sich bereits nach Ausstieg aus der Seilbahn für die Führung anzumelden.
Auf dem Führungsweg von ca. 1 km Länge bewältigen Sie einen Höhenunterschied von 80 m. Der Höhlenführer erklärt die Ablagerung des Gesteins in einem Urmeer und die Aufschiebung des einstigen Meerbodens zu einem Gebirge, wobei viele Klüfte im Gestein entstanden sind. Hier gibt es Beispiele, wie das Wasser entlang von Klüften den Weg durch das Gebirge gesucht hat und wie durch die Lösungstätigkeit die Höhlen entstanden sind. Die größten Höhlenräume sind wahrscheinlich schon vor der Eiszeit entstanden. Vor der Eiszeit lagen die Höhlen noch im Grundwasserbereich. Die Eiszeitgletscher haben die tiefen Täler im Salzkammergut ausgeschürft. So sind die hochgelegenen Höhlen wasserfrei geworden und im Tal schafft das Wasser nun neue Höhlen. Die entlegensten Teile der Mammuthöhle liegen tief im Berginnern. Aufwendige Expeditionen wurden unternommen, um die Gänge zu erforschen. Ein Ende der Höhlengänge ist bisher nicht in Sicht. Es ist auch das Reich der Schmetterlinge, der Fledermäuse und des "Blinden Höhlenkäfers", der hier die Eiszeit überlebt hat. Öffnungszeiten: Mai bis Oktober
Link: www.dachsteinregion.at

Dachstein Rieseneishöhlen
Fahren Sie in 5 Minuten mit der Dachstein-Obertraun-Bahn bis zur Schönbergalm. Von dort erreichen Sie in etwa 15 Minuten auf gut ausgeschildertem Weg den Eingang zur Riesen-Eishöhle. Rechnen Sie mit ca. 1,5 Stunden Zeitaufwand für den Höhlenbesuch (zusätzlich müssen Sie die Wartezeit auf den Höhlenführer am Eingang der Höhle hinzurechnen, der durchaus 30 Minuten betragen kann, aber durch einen schönen Ausblick sehr verkürzt wird). Vergessen Sie nicht, sich bereits nach Ausstieg aus der Seilbahn für die Führung anzumelden.
Auf dem Führungsweg von ca. 1 km Länge bewältigen Sie - teils über steile Treppen - einen weiteren Höhenunterschied von 70 m, wobei durchaus der ein oder andere trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt ins Schwitzen kommen dürfte. Als Einzelheiten sind zu verzeichnen. Eingang: 1418 m Seehöhe. Zunächst gehen Sie durch den eisfreien Teil bis in die Tropfsteinhalle. Hier wird Ihnen erklärt, wie unterirdische Wasserläufe die Höhlen geschaffen haben. König-Artus-Dom: Knochen vom Höhlenbären wurden im Bärenfriedhof gefunden. Der Höhlenbär war ein Beutetier der Steinzeitmenschen; er ist nach der Eiszeit ausgestorben. Eispalast: Endlich, der erste eisführende Raum. Durch die Abkühlung der Höhle im Winter und durch das Eindringen von Schmelzwasser in Frühjahr hat sich von hier bis zum Höhlenausgang Eis gebildet. Parzivaldom: Hier herrschen neun Monate im Jahr Temperaturen unter 0 Grad. So bleibt das Eis den ganzen Sommer über erhalten (unten der Eisberg, oben die Gralsburg). Nach einem eisfreien Teil folgt der Kristallogletscher. Tristandom: Größte Eisdicke 25 m. Eiskapelle: Sie ist durch Winderosion im Bodeneis des Tristandoms entstanden. Klimaeinflüsse verändern im Laufe des Jahres das Aussehen der Eiskapelle. Ausgang: liegt 40 m höher als der Eingang.
Öffnungszeiten: Mai bis Oktober
Link: www.dachsteinregion.at

Koppenbrüllerhöhle
Die Koppenbrüllerhöhle ist die jüngste unter den Dachsteinhöhlen. Sie liegt in der Nähe von Obertraun. Ein romantischer Weg entlang der Koppentraun führt die Besucher in kurzer Zeit zum Höhleneingang. Eigentlich ist die Koppenbrüllerhöhle eine Riesenquelle. Man kann sie betreten und man lernt verstehen, welchen unvermuteten Lauf das Wasser im Dachsteingebirge nimmt. Einst galt die Höhle auch als sicheres Versteck. Welche Ereignisse sich hier zugetragen haben und welche Sagen um diesen geheimnisvollen Ort gesponnen wurden, wird Ihnen Ihr Höhlenführer verraten.
Link: www.dachsteinregion.at

Gassl - Tropfsteinhöhle (Ebensee)
Reiche Tropfsteinvorkammen, die Farben reichen von Reinweiß bis Dunkelbraun. Bei der Entdeckung der Höhle fand man ein vollständiges Skelett des heute bereits ausgestorbenen Höhlenbären.
Info: Tel: 06133/8016

Weitere besondere Naturschauspiele:
Burgauklamm - Attersee
Dr. Voglsangklamm - Spital a. Pyhrn
Traunfall - (Laakirchern/Steyrermühl)